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Router, Parallel und Warten

Die vier Helfer steuern den Ablauf eines Flows, statt selbst etwas zu tun. Sie liegen im Editor im Reiter Helfer.

HelferBeschreibung in der Oberfläche
RouterVerschiedene Wege gehen
ParallelFührt nachfolgende Schritte für jedes Listenelement einzeln aus.
Durchläufe zusammenführenWartet auf alle Listendurchläufe und führt den Flow anschließend fort.
WartenPausiert den Flow für eine festgelegte Dauer.

Router

Der Router verzweigt den Flow: Je nach Bedingung geht es einen anderen Weg weiter.

Typische Anwendungen:

  • Nach Betrag: über 1000 € zur Freigabe, darunter direkt bestätigen
  • Nach Kategorie: Anfrage an das jeweils zuständige Team
  • Nach Status: unterschiedliche Benachrichtigungen

Bedingungen

An jedem ausgehenden Weg legen Sie eine Bedingung fest. Zur Verfügung stehen:

Operator
ist gleichist nicht gleich
ist größer alsist kleiner als
ist größer als oder gleichist kleiner als oder gleich
beginnt mitendet mit
enthält
ist vorist nach
ist leerist nicht leer
ist wahrist falsch

Mehrere Bedingungen verknüpfen Sie mit und beziehungsweise oder — im Dialog über die Auswahl Alle Bedingungen erfüllt (UND) beziehungsweise Mindestens eine Bedingung (ODER). Sie gilt für alle Zeilen gemeinsam.

Die Werte holen Sie aus vorherigen Schritten — siehe Daten zwischen Schritten.

Erst den Wert, dann die Bedingung

Welche Operatoren angeboten werden, richtet sich nach dem Typ des gewählten Wertes. Diesen Typ kennt der Dialog aus dem letzten Testlauf — ohne Testlauf erscheinen alle Operatoren, auch unpassende. → Flows testen

Für Fälle, die sich nicht in Zeilen ausdrücken lassen, gibt es im Dialog Erweiterte Logik: dort steht die Bedingung als Ausdruck. → Bedingungen bauen

Immer einen Standardweg vorsehen

Trifft keine Bedingung zu, läuft der Flow an dieser Stelle ins Leere. Bei Zahlen und Auswahlfeldern denkt man leicht nur an die erwarteten Fälle und vergisst leere Werte.

Sehen Sie einen Weg mit ist leer vor oder formulieren Sie die letzte Bedingung so, dass sie alles Übrige auffängt.

Bedingungen prüfen, bevor der Flow produktiv geht

Ein Router mit falsch gesetzter Bedingung schickt Vorgänge stillschweigend in den falschen Zweig — es gibt keine Fehlermeldung. Testen Sie jeden Zweig einzeln mit passenden Testdaten. → Flows testen


Parallel

Parallel ist die Schleife: Der Schritt nimmt eine Liste und führt die nachfolgenden Schritte für jedes Element einzeln aus.

Fast immer steht davor ein Schritt, der eine Liste liefert:

Auslöser

Alle Einträge laden          →  liefert eine Liste

Parallel                     →  je Element einmal

E-Mail                       →  läuft je Eintrag

Typische Anwendungen:

  • Serienmail an alle Einträge einer Ansicht
  • Je Position einer Rechnung einen Vorgang anlegen
  • Zeilen einer importierten CSV-Datei einzeln verarbeiten

Ohne Parallel passiert es nur einmal

Der häufigste Fehler beim Arbeiten mit Listen: Alle Einträge laden verwenden und sich wundern, dass die folgende E-Mail nur einmal verschickt wird — oder mit unbrauchbarem Inhalt.

Eine Liste ist noch keine Wiederholung. Erst Parallel macht daraus einzelne Durchläufe.

Bei großen Listen aufpassen

Läuft Parallel über eine ungefilterte Ansicht mit tausenden Einträgen, werden die folgenden Schritte tausendfach ausgeführt — inklusive E-Mails und Aufrufen fremder Systeme.

Filtern Sie die Ansicht vorher auf das, was wirklich verarbeitet werden soll, und testen Sie mit einer kleinen Menge.


Durchläufe zusammenführen

Wartet auf alle Listendurchläufe und führt den Flow anschließend fort.

Parallel öffnet einen Bereich, in dem die folgenden Schritte je Listenelement einzeln laufen. Durchläufe zusammenführen schließt diesen Bereich wieder: Der Flow wartet, bis alle Durchläufe fertig sind, und läuft danach ein einziges Mal weiter.

Alle Einträge laden          →  Liste

Parallel                     →  ab hier je Element einzeln

E-Mail                       →  läuft je Eintrag

Durchläufe zusammenführen    →  wartet auf alle

Eintrag aktualisieren        →  läuft wieder nur einmal

Der Schritt hat keine Einstellungen — er markiert nur das Ende des parallelen Bereichs.

Wofür Sie ihn brauchen

Ohne diesen Schritt bleibt alles nach Parallel im Wiederholungsmodus. Sobald Sie nach der Schleife etwas einmalig tun wollen, brauchen Sie ihn:

  • eine Zusammenfassung verschicken, nachdem alle Einzelmails raus sind
  • einen Sammelstatus setzen, nachdem alle Positionen verarbeitet wurden
  • den Vorgang abschließen, wenn alle Zeilen eines Imports durch sind

Verschachtelung ist möglich

Jedes Parallel öffnet eine Ebene, jedes Durchläufe zusammenführen schließt eine. Damit lassen sich Schleifen ineinander verschachteln — etwa je Rechnung über deren Positionen.

Achten Sie darauf, dass die Paare zusammenpassen. Ein fehlendes Zusammenführen lässt den Flow im Wiederholungsmodus, ein überzähliges hat nichts zu schließen.


Warten

Warten pausiert den Flow für eine festgelegte Dauer und setzt ihn danach fort.

Typische Anwendungen:

  • Erinnerung einige Tage nach einer Anmeldung
  • Nachfassen, wenn nach einer Frist keine Rückmeldung kam
  • Abstand zwischen zwei Aufrufen eines fremden Systems

Warten ist keine Terminplanung

Warten misst ab dem Zeitpunkt, an dem der Schritt erreicht wird — nicht bis zu einem festen Datum. „Drei Tage nach dem Auslöser" geht damit gut; „jeden Montag um 9 Uhr" nicht.

Ein wartender Durchlauf hat in der Durchlaufhistorie den Status Wartet.


Zusammenführen: Liste ja, Router nein

Die beiden Verzweigungsarten verhalten sich unterschiedlich:

Wird wieder zusammengeführt
Parallel — Wiederholung über eine Listeja, über Durchläufe zusammenführen
Router — Verzweigung nach Bedingungennein

Router-Zweige laufen getrennt zu Ende

Für den Router gibt es keinen Zusammenführungsschritt. Bauen Sie Abläufe deshalb so, dass jeder Zweig für sich endet.

Braucht es an mehreren Zweigenden dasselbe, legen Sie den Schritt in jedem Zweig an. Durchläufe zusammenführen hilft hier nicht — er schließt einen Parallel-Bereich, keine Router-Verzweigung.

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